Familienverband der Wolffersdorffer                          

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Carl Ludwig Reichsgraf v. Wolffersdorff, 1700-1774, 
auf Silberstraße, Grödel, Grünschönberg und Rechenberg,
kgl. Oberforstmeister in Polen und Litauen, kurf. Oberhofjägermeister,
Oberlandfischmeister und Oberfloßdirektor


Carl Ludwig ist als eines der sechs Kinder des Christoph Gottfried und der
Benigna v. Creutz am 15. Juni 1700 auf dem Rittergut Silberstraße geboren.

Am Hofe von Dresden wächst er als Page auf, wird Kammerjunker und zählt 1729
als Oberlandfischmeister zum Hofstaat August des Starken.
Nach dessen Tod 1733 avanciert Carl Ludwig zum Kammerherrn. Als solcher heiratet er
1740 Maria Elisabeth Gräfin Waldstein. Im gleichen Jahr wird der letzte Wolf 
in der Lausnitzer Heide von Carl Ludwig und Oberhofjägermeister Carl Gottlob
v. Leubnitz erlegt. Nach dessen Tod wird Carl Ludwig sein Nachfolger. Gleichzeitig
wird er Oberfloßdirektor. Am 16. August 1741 wird Carl Ludwig von August II.
"in des Heiligen Römischen Reiches alten Grafenstand" erhoben.
1745 erwirbt er die Herrschaft Grödel bei Riesa an der Elbe und läßt 1748 den schon
begonnenen Floßkanal zwischen Schwarze Elster und Moritz an der Elbe, dicht bei Grödel,
fertigstellen. Nach dem Siebenjährigen Krieg 1763, als die Not der sächsischen Bevölkerung
durch Kontributionen und Einquartierung der preußischen Truppen unerträglich geworden war,
fuhr auf Veranlassung von Kurprinz Friedrich Christian und mit Genehmigung der Preußen
Carl Ludwig nach Warschau, um dem König und Grafen Brühl die Not der Sachsen zu schildern
und um Einleitung von Friedensverhandlungen zu bitten. Unter dem Einfluß Brühls antwortete
der König nur: "Einen Wolf brauche ich erst nach Weihnachten" und auf weitere eindringliche Worte:
"Wolffersdorff, ich brauche einen Bären!" (womit Rußland gemeint ist) Carl Ludwig suchte
konsterniert seine Unterkunft auf und verließ sie bis zur Abreise nicht mehr.
Seine Ehe mit Maria Elisabeth bleibt kinderlos. Damit ist mit seinem Tode 1774
die gräfliche Linie der Wolffersdorffer wieder erloschen ist. 



Carl Friedrich Freiherr v. Wolffersdorff, 1716-1781
auf Klösterlein, Konradswiese und Ostholz,
kgl. preuß. Generalleutnant, Amthauptmann zu Ziesar, Droste zu Altena und Iserlohn


Carl Friedrich, Sohn des Hans Karl v. W. auf Rittergut Klösterlein und Konradswiese und der 
Dorothea Sophia Catharina v. Trützschler.

Carl Friedrich wurde am 06. Juli 1716 auf Klösterlein geboren und wächst mit vier Brüdern 
und einer Schwester hier auf. 
Seine militärische Karriere beginnt mit dem Eintritt als 17jähriger in das 
kurfürstliche Leibregiment zu Fuß und nimmt am polnischen Thronfolgekrieg (1733-1735) teil. 
Mit 18 Jahren  wird der junge Fähnrich zum Leutnant, mit 21 Jahren zum Oberleutnant der 
Leibgarde befördert. Im zweiten schlesischen Krieg kämpft Carl Friedrich noch gegen Preußen,
anschließend im Alter von 31 Jahren avanciert er zum Major und mit 37 Jahren zum Oberstleutnant. 
Auf seinem Wunsch, eine Ausbildung bei der schweren Artillerie zu erhalten, entsprach man und
ließ ihn in Dresden auf Staatskosten am 32-pfündigen Geschütz unterrichten.
Als fast Vierzigjähriger entscheidet er, der preußischen Armee beizutreten.
1759  übernimmt er im Zusammenhang mit der Niederlage Friedrichs II. bei Kunersdorf die 
erfolgreiche Verteidigung und Übergabe Torgaus, was ihm die Schätzung und Zuneigung seines Königs 
einbringt. 
Am 30. August 1759 gelingt Carl Friedrich mit seinem Regiment in einem nächtlichen Angriff 
Torgau wieder einzunehmen. Nach der Kapitulation durch General Fink gerät Carl Friedrich 
in österreichische Gefangenschaft, die mit dem Frieden 1763 endet. 
Friedrich II. befördert Carl Friedrich im gleichen Jahr zum Generalmajor und übergibt ihm 
das Regiment Schenckendorf.
Als er 1776 zum Generalleutnant ernannt wird, erhält Carl Friedrich von seinem König die Domäne 
Ostholz und 1777 erfolgt die Ernennung zum Amtshauptmann von Ziesar bei Brandenburg. 
Nach vielen Aufgaben militärischer und diplomatischer Art und nachdem er mit 61 Jahren 
1777 die damals 23 jährige Luise Freiin von Löwenburg gen. Wolfgang, die Mutter seiner vier 
Kinder, geheiratet hat, stirbt er am 6. Mai 1781 in seiner alten Burg Hamm. 
Das von König Friedrich II. in Auftrag gegebene Bild zeigt Carl Friedrich in Großer Uniform 
und befindet sich heute im Gustav-Lübcke Museum in Hamm.
 
Weitere Informationen lesen Sie im Artikel der Wikipedia Enzyklopädie.




Johann Reichard Freiherr v. Wolffersdorff, 1708-1773
k.k. Oberstleutnant, kommandierender k.k. General in Slavonien, Syrmien
und den slavonischen Militärgrenzen


Sohn des Ernst Reinhard v.W. auf Groß-Sedlitz und der Juliane Catharina v. Kannewurf.

Johann Reichard tritt 1727 in Wien in das k. und k. Infanterieregiment Seckendorf ein.
In der Kaiserlichen Armee macht er eine glänzende Karriere. Als Offizier dient er in dem 
ruhmvollen Heer Prinz Eugen von Savoyen. Als Hauptmann erlebt Johann Reichard die 
schwere österreichische Niederlage 1727 gegen die Türken. 1737 bis 1740 nimmt er in Serbien 
und Böhmen wiederum an den Türkenkriegen teil. Im Erbfolgekrieg ist Johann Reichard in Prag 
und wird bei der Erstürmung gefangen genommen. 1742 avanciert er zum Major und nach 
Auszeichnungen bei verschiedenen Operationen gegen Bayern, Franzosen und Preußen zum 
Oberstleutnant und Obersten und Kommandanten des Regiments Marschall.
1755 gelingt ihm die Beförderung zum Generalmajor, von Kaiserin Maria-Theresia persönlich 
ernannt. Als solcher ist er an der Schlacht bei Prag und Breslau während des 7jährigen Krieges
beteiligt. Der Feldmarschall Leutnants Character wird ihm 1759 verliehen.
In dieser Stellung befehligt er in der Schlacht bei Landshut am 22. Juni 1760 den linken Flügel der 
32.000 Mann starken österreichischen Armee, während General Laudon den rechten Flügel und 
General Müffling die Mitte kommandiert.
1761 bis 1767 ist Johann Reichard dem Generalcommando in Esseg zugeteilt und wird zum 
k.und k. kommandierenden General in Slavonien ernannt. Ab 1773 bekleidet er den Posten eines 
Commandanten des slavonischen Generalcommandos. Doch im gleichen Jahr, am 12. März 
stirbt er im 65. Lebensjahr in seiner Residenz in Esseg, mit viele Auszeichnungen und 
Ehrungen seiner Kaiserin Maria Theresia.




Die Schriftstellerin Elise Charlotte Freiin v. Wolfersdorf, Pseudonym "Karl Berkow"


(rechts im Bild)
Elise wurde als Tochter des Justizrates Hans Otto Frhr. von Wolfersdorf 
und der Therese von Hausen in Graudenz am 4. März 1846 geboren. 
Ihr Vater pflegte eine lange Freundschaft mit dem Dichter Joseph von Eichendorff 
und förderte später auch das schriftstellerische Talent seiner Tochter. 
Ihre zwei Jahre ältere Schwester und sie verloren ihre Mutter bereits 1847. 
Die strenge Stiefmutter lässt in ihren Erinnerungen die Kinderheit 
"ernst und trüb" erscheinen.
Mit 15 Jahren schreibt Elise ihre erste Novelle. Sie berichtet selber: 
"Der Anfang meiner literarischen Laufbahn war schwer und dornenvoll, Reklame verstand 
ich nicht zu machen und zufälliges Glück hatte ich nicht." 
1872 stirbt ihre Stiefmutter und ein langes Krankenlager ihres Vaters beginnt. 
Während der Gesellschaft an seinem Krankenbett entstehen eine Reihe z. T. historischer Romane. 
Fünf der Romane erscheinen in zweiter Auflage. Über 10 Jahre gehört Elise der 
"Deutschen Romanzeitung" an, was ihr hilft, sorgenfrei zu leben. 
Ihr Vater stirbt am 31. Oktober 1876 in Dresden, wo die Familie inzwischen lebt. 
Nach dem Tod ihres Vaters zieht es sie zunächst 1888 nach Berlin,
später lebt sie in Bayreuth. Am 10. April 1921 stirbt sie mit 75 Jahren unverheiratet in Weimar. 
Ihr Nachlass besteht aus insgesamt 13 Romanen.
Elise verschrieb sich auch der Familienforschung und gab mehrere Heftchen mit den von ihr 
gesammelten und zusammengestellten Familiennachrichten heraus. 




Prof. Dr. med. habil. Alban Heinrich v. Wolffersdorff, geb. Leipzig 25. Mai 1905 

 
Alban Heinrich legt sein Abitur am Altenburger Gymnasium ab und studiert Medizin in Freiburg 
und Leipzig. Im Jahre 1931 erfolgt die Promotion zum Doktor der Medizin mit anschließender 
Ausbildung in den Fachgebieten Neurologie/Psychiatrie und der Augenheilkunde. 
Nach Jahren als Oberarzt an der Universitätsklinik Leipzig läßt er sich freiberuflich 1935 
in Glauchau nieder. Hier richtet er die noch heute bestehende Augenklinik ein. 
Von 1938 bis 1986 kommt es im Kreisgebiet Glauchau immer wieder zu endemisch auftretenden  
Hornhaut-Bindehaut-Entzündungen mit teilweise bleibenden Schäden. 
Alban Heinrich führt den wissenschaftlichen Beweis, daß die starke Luftverschmutzung 
durch Schwefeldioxyd und Aminoside die Hornhaut der Augen für den Virusbefall 
der übertragbaren Infektion vorschädige. Dies hat er in dem 1959 erschienenen Buch 
"Kerato-Conjunctivis epidemica" dokumentiert. Bereits im März 1958 erfolgt die Habilitation 
in Leipzig mit Lehrauftrag, Verleihung der Professorenwürde im Oktober 1964. 
Alban Heinrich war seiner Zeit weit voraus und erst nach Jahren bestätigten sich seine 
wissenschaftlichen Erkenntnisse, die zu seiner Zeit nicht immer anerkannt wurden. 
Er stirbt im 61. Lebensjahr am 1.1.1966 in Glauchau. Mit der Benennung der 
"Heinrich von Wolffersdorff-Straße" in Glauchau wurden nachträglich seine Leistungen gewürdigt.




Günther Wolf v. Wolffersdorff, geb. 3. Mai 1894 in Bautzen 

 
Schon als junger Architekturstudent in München und Darmstadt bereist er alle erreichbaren 
Orte in Süddeutschland, in denen Quellen über die Familie zu finden sind.
In seiner "Münchner Zeit" kann er sich in die Bistumsgeschichte der Stadt Freising,
der Landesgeschichte Bayerns und Reichsgeschichte Deutschlands einarbeiten und grundlegende 
Forschungsergebnisse für die Familie dokumentieren. 
Durch seine intensive Forschungsarbeit ist es ihm möglich, die in der Familie lange Zeit 
vorherrschende Meinung, die Familie sei in Sachsen entstanden, zu revidieren und durch Urkunden 
zu beweisen, daß sie bayrischen Ursprungs ist, 
mit dem Stammsitz der einstigen romanischen Burg Wolfersdorf bei Freising.
Günther Wolf ist ein bekannter Architekt, der z. B. im Torgauer Schloß den berühmten 
Bärenzwinger entworfen hat. Unter schwierigsten Umständen während der Zeit des DDR-Regimes 
sammelt er sein Leben lang Urkunden, Überlieferungen, Daten und Biographien der 
Wolffersdorffer aus früherer Zeit. Im Jahre 1968 erscheint sein Lebenswerk in Form einer 
Familienchronik mit dem Titel "WOLFFERSDORFF 933 - 1965", die er zusammen mit 
Ali Baron Wolffersdorff, Oberzwieselau herausgegeben hat. 
Günther Wolf stirbt in seiner Heimatstadt Torgau in der 
Wolffersdorffstraße am 24. Dezember 1974.



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